| News / 14.12.2011 | ||
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Geschichte des Tanzes
Merengue
| Merengue |
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Geschichte und Verbreitung Ursprünglich sollen de „Baiseres“ in dem Schweizer Ort Meiringen erfunden worden sein. Am französischen Hof unter Ludwig XV. waren sie sehr beliebt und wurden „Meringues“ genannt. Französische Kolonialisten brachten sie nach Haiti mit. Warum die Süßspeise aus Eischnee und Zucker der Musik den Namen gab, ist unbekannt. Allerdings entspricht der Name dem Charakter Haitis: Zucker war einer der Hauptexportartikel der Kolonialinsel. Die Ursprünge bleiben im Dunkeln – lange Zeit blieb er auf der Insel unbeachtet. Unter der Landbevölkerung war der Merengue Mitte des 19. Jahrhunderts zu Hause. Die exklusiven Salons der Städte mit ihren Tanzorchestern nahmen ihn dagegen nicht wahr. Das änderte sich schlagartig unter der Ära Rafael Trujillos. Der Diktator entdeckte in den 30er Jahren den Merengue als Propagandamittel und wurde zum großen Förderer der Musik. Er wies die Radiostationen an, die Musik in ihr Programm mit aufzunehmen, er inszenierte prachtvolle Bälle, die er selbst als Tänzer eröffnete, und initialisierte verschiedene Meregnue-Festivals, insbesondere in Santo Domingo.
Die Entwicklung ließ sich von da an nicht mehr aufhalten:
auch nach dem Tod Trujillos 1961 wurde der Merengue geradezu zum nationalen
Kulturgut, mit dem sich alle Dominikaner identifizieren. Das berüchtigte
„Festival del Merengue“ im Juli in Santo Domingo ist immer noch der wichtigste
Musik-Wettbewerb des Merengue, neben den Weihnachtsfeiern im Dezember, dem
Merengue-Festival im Puerto Plata im Oktober oder den Karnevalsfeiern in Santo
Domingo, La Vega und Santiago de los Caballeros. Das Datum des „Festival del
Merengue“ ist mit dem nationalen Feiertag Puerto Ricos abgestimmt, dem 25.
Juli. Abgesehen davon, dass die Puerto Ricaner die Verabschiedung ihrer
Konstitution mit 4 Feiertagen krönen, in denen sie zum Festival auf die
Nachbarinsel reisen können, ist der Merengue in Puerto Rico nicht nur äußerst
populär, Puerto Rico hat auch viele sehr bekannte Merengue-Musiker
hervorgebracht. Weitere Merengue-Festivals gibt es noch in Miami, wo der
Merengue im berühmten „Premio Lo Nuestro“ verschiedene Kategorien einnimmt,
sowie in Veneuela. Auf den englischsprachigen Karibikinseln finden sich
rhythmische Anklänge im Calypso, der aber aufgrund der kulturellen
Verschiedenheiten eine andere Entwicklung nahm. Musik und Stil
Merengue wird im 2/4-Takt gespielt. Jeder Taktschlag wird
durch einen Trommelschlag deutlich betont, was den Rhythmus eingängig und
simpel macht. Das Tempo der Stücke variiert von knapp 120 bmp bis knapp 180
bmp.
Der Ursprung des Tanzes wird oft mit irgendwelchen
Piratengeschichten in Verbindung gebracht. Die Insel hatte im 17. Jahrhundert
unter Angriffen von Seeräubern und Freibeutern zu leiden, die mit ihren
„Klumpfüßen“ den Tanz geprägt haben sollen. Wahrscheinlicher ist, dass 1838 –
49 ein Tanz aus Havanna, genannt „Urpa“ oder „Upa Habanera“ über Puerto Rico
nach Santo Domingo gelangt ist. Dieser Tanz hatte einen Satz, der „Merengue“
genannt wurde. Im Ganzen lässt sich über die Anfänge des Tanzes aber nichts Genaues erfahren. |


