| News / 14.12.2011 | ||
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Geschichte des Tanzes
Salsa
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Salsa ist ein moderner Gesellschaftstanz mit Ursprung in den USA (New York) und Lateinamerika, der meist als Paartanz getanzt wird, aber auch als Formationstanz, Rueda de Casino genannt, auftritt. Entstehungsgeschiche Gleichwie die Salsa-Musik ist auch der dazugehörige Tanz das Ergebnis einer Fusion afrokaribischer und europäischer Tanzstile. Die Ursprünge stammen aus dem englischen „Contredanse/Contredance“ (franz. Für: country dance, span.: Countradanza) des 17. Jahrhunderts. In vielen Figuren sthet das Paar sich dort in der Standard-Position der Gesellschaftstänze gegenüber, in der die Frau ihre linke Hand auf die Schulter des Mannes legt, der Mann mit seiner rechten Hand ihre Hüfte umfasst und die freien Hände sich in sich in der Luft treffen. Der Contredanse war ein Gruppentanz. Wie im Square Dance gab es einen „Caller“, der den Paaren im Saal die zu tanzenden Figuren zurief. Die meisten Figuren umfassten zwei 4/4-Takte zu 8 Schlägen. Der „Caller“ konnte sich im Laufe eines Stückes aber auch zurückziehen und die Paare sich selbst und der Musik überlassen. Ende des 19. Jahrhunderts individualisierte sich der Tanz zum Paartanz im Damzón. Die französischen und spanischen Kolonialherren führten ihre Tänze in die Karibik ein. Hispanola war ab dem 18. Jahrhundert eine in zwei Teile geteilte Insel: „Satin Domingue Frencés“ (heue: Haiti) im Westen und „Santo Domingo Espanol“ (heute: Dominikanische Republik) im Osten. Viele französische Plantagenbesitzer flohen nach dem Aufstand gegen die französische Kolonialmacht 1791 auf den östlichen Teil Kubas und brachten ihre Tänze, ihre Musik und auch ihre Sklaven mit. In Oriente kam es dann zur vermischung mit afrikanischen Trommel- und Tanztraditionen. Im Gegensatz zu spanischen Sklaven besaßen die französischen wesentlich mehr Freiheit zur Wahrung ihres kulturellen und religiösen Erbes. Die Traditionen spielten insbesondere bei religiösen Feierlichkeiten eine gewichtige Rolle. Musik wurde hier verstanden als Gemeinschaftserlebnis, an dem verschiedene Gruppen partizipierten. Einige Trommler spielten einen sich immer wiederholenden Rhythmus, während andere eigene Rhythmen untermischten, die mit den jeweiligen Gottheiten identifiziert wurden. Diese Rhythmen konnten sehr komplex sein und wurden im Laufe der Session immer weiter synkopiert und variiert, so dass die Gefahr bestand, sich zu verlieren. Aus diesem Grunde spielte ein Vortrommler die Clave – einen Grundrhythmus, an dem sich alle anderen orientieren. Solange die Clave erklang, waren alle Trommler trotz ihrer Polyrhythmik synchron. Die Zuschauer, die kein Trommler hatten, blieben indes nicht untätig. Sie unterstützten die Rhythmen durch Stampen der Füße auf den Boden oder Klatschen der Hände. Wer nicht stampfte oder klatschte, ging die Rhythmen mit dem Körper nach: durch Bewegungen mit Schultern, Oberkörper, Hüften, Knien, usw. Solche Trommel- und Tanzelemente fanden nun Eingang in den Gesellschaftstanz. Sie wurden von der elitären Oberschicht in Kuba jedoch immer mit Misstrauen betrachtet: zu viel afrikanische Bewegungen im Tanz galten als „niedere Tanzform“ der unteren Klassen. Der Danzón hat sich mit seinem ruhigen und ausdrucksvollen Bewegungen bis in die Gegenwart erfolgreich dagegen gewehrt und auch im kubanischen Son unterscheidet man zwischen dem städtisch-eleganten „Urbano“, wo der Mann oft nur stehen bleibt und die Frau um sich herumführt, um dem ländlichen „Montuno“ mit viel Arm- und Oberkörperbewegung. Neben dem religiösen Bezug hatte der Tanz immer auch eine wichtige Funktion zum finden eines geeigneten Partners und zur Eroberung einer Frau. Der kubanische Guaguancó oder die kolumbianische Cumbia sind Werbetänze. Der Tanz bekommt so eine erotische Note. Die Paare präsentieren sich im Tanz, oft mit viel Selbstdarstellung des Mannes. Sinnlichkeit im Tanz bedeutet dabei nicht unbedingt engen Körperkontakt – die Partner umkreisen sich in vielen karibischen Tänzen ohne sich zu berühren. So wird die Salsa auf dem Festland fast ausschließlich offen getanzt, wobei der Mann die Frau meistens mit nur einer Hand führt. Während der Drehungen umkreist er gleichzeitig die Frau, was dem Tanz den runden tänzerischen Charakter verleiht. Tanzstile
Als die Salsa in den 60er-Jahren in New York zunehmend
populärer wurde, bildete sich passend zur neuen Musik auch ein eigener
Tanzstil: der New York Style, bestimmt durch die kubanische und
puerto-ricanische Schule und angereichert durch eine Vielzahl anderer
Tanzschulelemente. Ende der 80er-Jahre hatte er auch die Westküste der USA
erreicht und manifestierte sich dort als L.A. Style. Im Grunde unterscheiden
sich die einzelnen Stile und Schulen nicht gravierend; wer einen dieser
Tanzstile beherrscht, kann problemlos auch mit Tanzpartnern aus anderen Schulen
tanzen. Allen diesen Stilen gemeinsam ist der Grundschritt und die Basisdrehung
des Cross Body Lead. Auf dem lateinamerikanischen Festland stand die Salsa
dagegen unter einem anderen Einfluss: der Cumbia Columbiana. Von Kolumbien aus
verbreitete sich dieser von der Cumbia bestimmte Tanzstil in ganz Lateinamerika
hoch bis in die Südstaaten der USA, wo er dementsprechend Cumbia Style genannt
wurde. New York Style Der Ney York Style als Symbiose aus puerto-ricanischem und kubanischem Tanz spiegelt alle tänzerischen Elemente der beiden Länder wieder, insbesondere den städtisch-eleganten „Urbano“ in Havanna. Er zeichnet sich durch seine Geradlinigkeit sowie die Verwendung von Schritttechniken und leichten Showfiguren aus (z. B. Fallfiguren). Im Gegensatz zum L.A. – Style wir der New York Style – insbesondere von Profis – häufig „on 2“ getanzt. Der New York Styl elässt sich weiter unterscheiden in die beiden Stilrichtungen Salsa Nightclub Style, der von Eddie Torres entwickelt wurde und dem Salsa Palladium Style. Beide werden mit dem Ausfallschritt auf Zwei („on 2“) getanzt, aber die Schritte im Nightclub Style werden auf 1, 2, 3 und 5, 6, 7 gesetzt während im Palladium Style die Schritte auf 2, 3, 4 und 6, 7, 8 gesetzt werden und damit identisch mit dem Mambo sind.
Der Puerte Rican Style wird span. Auch „salsa puertoriquena“ genannt. Grundschritt und Tanzfiguren entsprechen dem New York Style, er wird insgesamt aber offener getanzt. Die Partner präsentieren sich hier voreinander wirkungsvoll durch asgefeilte Schrittkombinationen. Puerto-ricanische Tänzer tanzen weniger punktsymmetrisch und brauchen bei ihren figuren ot mehr Platz.
Der Los Angeles Style wird häufig als „L.A.-Style“ abgekürzt und wird immer „on 1“ getanzt. Zu den Anfangszeiten des L.A.-Styles beinhaltete er viele choreographische Elemente und Showfiguren aus der klassischen Tanzschule, die ihn bekannt machten und ihn dadurch insbesondere bei Wettbewerben und Tanzturnieren auch heute noch in dieser Weise beliebt machen. Inzwischen hat sich der L.A. –Style in Richtung Gesellschaftstanz gewandelt, da er auch innerhalb der Szene beliebt geworden ist und auf Salsapartys getanzt wird. Deshalb setzen sich heutzutage im Los Angeles Style immer mehr führbare Elemente gegenüber choreographischen durch.
Der Cuan Style, auch „Casino“ oder „De la calle“ genannte, wird ursprünglich „on 3“ und „on 2“, in westlichen Regionen meistens aber „on 1“ getanzt. Im Gegensatz zu den bisher genanten Stilen ist der Cuban Style kreisförmig ausgerichtet; darüber hinaus bestimmen Wickelfiguren und die dominante Führung des Tanzbild.
Diese auch „Latino Style“ oder „Colombian Style“ genannte Stilrichtung basiert auf der kolumbianischen Cumbia und unterscheidet sich daher erheblich von den oben genannten Formen. Charakteristisch sind die offene Tanzhaltung, das Führen mit nur einer Hand und das kreisförmige Tanzen der Parnter. Der kolumbianische Tanzstil ist der in Lateinamerika verbreitetste Salsa-Tanzstil. Bei den Weltmeisterschaften der renommierten „World Salsa Federation“ (WSF) in Miami nimmt der „Colombian Style“ seit 2003 eine eigene Kategorie ein. Kolumbianische Salsa-Tänzer gehören zu den besten der Welt. Im Jahr 2005 stellten sie bei der WSC in Las Vegas die Weltmeister im Showtanz („Cabaret“) und bei den WSF in Miami die Weltmeister im kolumbianischen Stil, in den Shines, dem Formationstanz und den Gesamtweltmeister.
Eine Variante des „New York Style“ präsentierte 1987 Eddie
Torres, ein Tanzlehrer und Choreograph aus New York puerto-ricanischer
Abstammung und selbsternannter „Mambo King“. Er verwies darauf, dass die Salsa
eigentlich vom Mambo abstamme und forderte daher, dass man den Grundschritt
ähnlich wie im Mambo mit einem Ausfallschritt auf dem zweiten Schlag (und
sechsten Schlag) machen sollte. Sein Tanzstil wurde dementsprechend auch „Salsa
Mambo Style“ genannt und fand insbesondere in den 90er-Jahren viel Beachtung.
Die Faszination beruht auf einem neuen Rhythmusgefühl beim Tanzen. Eddie Torres
selbst nannte seinen Stil dagegen „Salsa Nightclub Style“. Der Salsa Nightclub
Style ist der typischste New York Style und wird weltweit von vielen Lehrern in
der Tradition von Eddie Torries unterrichtet. Neben dem Salsa Night Club Style
existiert den „Palladium-Style“, der exakt den selben Grundschritt verwendet
wie der Mambo und zur Zeit z.B. von der Razz´m´tazz Dance Company aus New York
unterrichtet.
Darüber hinaus gibt es noch die „Rueda“, eine Art Kreistanz. Hier finden sich mehrere Paare in einer kreisförmigen Formation zusammen (Rueda = span. „Rad“) und tanzen auf Anweisung eines Sängers synchron miteinander. Vor allem der Einsatz von Spaßelementen wie Partnerwechsel, lauten Ausrufen oder sexuell anzüglichen Figuren macht diese Tanzform recht beliebt. Auch die Rueda de Casino unterscheidet sich in „Cuban Style“ und „New York Style“. Unterschiedliche Kommandos können dabei für Verwirrung sorgen. International setzt sich daher zunehmend der „Miami Style“ durch, der die verschiedenen Kommandos und die Tanzfiguren vereinheitlicht.
Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich daraus die „Danza“, eine vornehme Salonmusik. Sie wurde in Cahrangas gespielt, die einem klassischen europäischen Orchester ähnelt: Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabass und Flöte. Die europäischen Pauken wurden durch die kreolischen Timbales ersetzt. Als weitere Rhythmushalter kamen der Gürio, ein ausgehölter Flaschenkürbis mit Kerben, auf dem hin- und hergeschrappt wird, und die tumbadora hinzu (ach bekannt als „Congas“).
Technik
Tap (englisch „klopfen“ od. „pochen“) bezeichnet beim Tanzen einen Schritt, bei dem der Fuß unbelastet aufgesetzt wird. Manche Salsa-Tänzer tappen auf dem vierten Schlag eines Taktes, der normalerweise eine Pause ist, um den Rhythmus zu akzentuieren.
Shines (von englisch (to) shine, „glänzen“ oder „(Schuhe)
polieren“), auch pasos (spanisch „Schritte“) genannt, bezeichnen in der Salsa
Schrittkombinationen, die ohne Partner getanzt werden. Auf dem Festland werden
manchmal kleine Sprünge eingeflochten, die so genannten brincos (spanisch
„Sprünge“, „Hopser“). Shines dienen der Selbstdarstelung der Partner und können
sowohl als verspielte Improvisationen als auch als kunstvoll choreographierte
Fußtechniken ausgeführt werden. Das Tanzen von Shines dient vielen als Aufwärmtraining.
Shines bilden die Grundlage der Salsa Aerobic. |


